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Apfel-Appell
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Apfel-Appell

2008 - 2011

– Event Design, Ausstellungsdesign, interaktiv

Streuobstwiesen sind Europäisches Natur- und Kulturgut. Naturgut, da sie eine Zuflucht von einheimischer Flora und Fauna sind, unsere Luft reinigen und kühlen und unser Grundwasser filtern. Kulturgut, weil Landwirte seit dem Mittelalter das Land doppelbewirtschaften, indem sie Obst und Heu erzeugen. Aus dem herb-schmeckenden Streuobst wird unter anderem auch der traditionelle Apfelwein gekeltert. Vernachlässigung bedroht jedoch dieses Kulturgut, mitsamt seiner einheimischen Pflanzen- und Tierwelt. Deshalb besteht Handlungsbedarf in Sachen Streuobstwiesen-Pflege und Erhalt der kulturellen Gebräuche. Wie kann die Gestaltung Menschen zur Handlung in Sachen Streuobstwiesenschutz herausfordern?

Um diese Fragestellung zu beantworten, bin ich in meiner Diplomarbeit an der HfG Offenbach erst einmal der Frage nach den Gründen der menschlichen Motivation, unter anderem der Motivation zum Umweltschutz, nachgegangen. Ich fand heraus, dass die Motivation zum Umweltschutz den „universellen“ menschlichen Motiven, unter anderem das Bestreben nach Autonomie, Kompetenz, Verbundenheit und Sicherheit, unterliegen. Aus diesen Erkenntnissen folgerte ich, dass die Rolle des Designers eine motivunterstützende sein sollte, also eine die Raum oder Gelegenheit gibt zur Verwirklichung dieser Bestrebungen. So spielen also eigenständiges Entdecken, Agieren und Kreieren eine zentrale Rolle in meinem Entwurf. Anstatt einen traditionellen Lehrpfad mit Texttafeln zu entwerfen, habe ich ein offenes Umfeld mit Möglichkeiten zum Mitmachen und Erleben geschaffen.

Der Entwurf, „Apfel-Appell“, hat mehrere Komponenten, die verstreut über Raum und Zeit in den Streuobstwiesen des Frankfurter Grüngürtels einsetzbar sind. Diese Komponenten bestehen aus einer Installation in den Obstbäumen, verschiedene Aktionen zu dem Thema Streuobst, und eine interaktive, entfaltbare und mobile „Streuobst-Bibliothek“ zur Unterstützung der Aktionen. So finden über das ganze Jahr Installationen und Aktionen statt, die auch verschiedene Zielgruppen ansprechen. Wobei die Installationen und meisten Aktionen auf der Streuobstwiese stattfinden, ist die mobile „Streuobst-Bibliothek“ auch im Stadtbereich einsetzbar. So werden so viele Menschen wie möglich über die Streuobstwiese in einer verlockenden Weise angesprochen.

Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.apfel-appell.de